Zufalls-Trip: Albert Hofmanns Erfindung des LSD

Shownotes

Für den Chemiker Albert Hofmann war es ein ganz normaler Arbeitstag beim Pharmaunternehmen Sandoz. Plötzlich fühlte er sich unwohl und macht kurz darauf den ersten LSD-Trip der Geschichte. Danach ist er überzeugt, einem vielverprechenden Medikament auf der Spur zu sein, doch es sollte zunächst alles ganz anders kommen. Wir erzählen die abwechslungsreiche Geschichte dieser bewusstseinserweiternden Substanz.

Unterstützt hat uns dabei Dr. Felix Müller. Er leitet den klinischen Forschungsbereich für substanzgestützte Therapie an der Universität Basel und konnte uns wertvolle Einblicke geben. Vielen Dank dafür.

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00:00:01: Das LSD ist zu

00:00:02: mir gekommen.

00:00:03: Ja, mit diesen fast schon mystischen Worten beschrieb der Chemiker Albert Hofmann seine zuverläge Erfindung.

00:00:10: Gleichzeitig nannte er es seinen Sorgenkind denn was für den therapeutischen Einsatz gedacht war entwickelte sich zum fragwürdigen

00:00:16: Liebling

00:00:17: der Hippie-Kultur.

00:00:18: doch mittlerweile gibt es neue Entwicklungen die das Psychedelikum wieder einmal in ein neues Licht drücken Und wir erzählen die Geschichte.

00:00:26: Nichts ist unmöglich und manchmal passiert völlig ungeplant etwas ganz Großes!

00:00:34: Dieser Podcast erzählt solche Geschichten aus dem wahren Leben, das ist

00:00:39: Zufall

00:00:40: wenn ein

00:00:40: Moment

00:00:41: alles verändert.

00:00:43: Diesmal Zufalls-Trip Albert Hofmanns Erfindung des

00:00:48: LSD.

00:00:57: Der Chemiker Dr.

00:00:58: Albert Hofmann fühlte sich unwohl, er war gerade im Labor beschäftigt als ihn wie aus dem Nichts eine seltsame Unruhe überkam gepaart mit leichtem Schwindel.

00:01:09: Hat er etwas Falsches gegessen?

00:01:11: Kündigte sich eine Erkältung an!

00:01:14: Albert Hofman wollte lieber kein Risiko eingehen also machte etwas früher Schluss und vor heim.

00:01:20: Ein ganzes Wochenende hatte er vor sich genug Zeit um sich auszukurieren.

00:01:25: Dabei war Hofmann keineswegs krank.

00:01:27: Er hatte sich versehentlich einen Trip verpasst.

00:01:30: Zu Hause legte ich mich nieder und versank in einem nicht unangenehmen, rauschartigen Zustand der sich durch eine äußerst angeregte Fantasie kennzeichnete Im Dämmerzustand bei geschlossenen Augen das Tageslicht im Pfantisch als Unangenehm grell Drang ununterbrochen fantastische Bilder von außerordentlicher Plastizität und mit intensiven kaladeskopartigen Farbenspiel auf mich ein.

00:01:56: Nach etwa zwei Stunden verflüchtete sich dieser

00:01:59: Zustand.".

00:02:02: So berichtete es Albert Hofmann später seinen Vorgesetzten bei der Sandos AG, einem Pharma-Unternehmen in Basel.

00:02:08: Vermutlich hatte er im Labor unabsichtlich etwas über die Fingerspitzen aufgenommen, dass selbst bei geringer Dosis diese außergewöhnliche Wirkung entfalten konnte... Seine Kollegen waren ratlos, sie kannten keine Substanz die dazu in der Lage war.

00:02:22: Doch Albert Hofmann hatte da so eine Ahnung.

00:02:27: Lyserk säure die Thylamide.

00:02:30: Diese chemische Verbindung hatte er aufwendig aus einem Mutterkornalkaloid synthetisiert.

00:02:36: Sein Ziel war daraus ein Kreislaufstimulans zu entwickeln Ein Mittel um Bluthochdruck und Herztätigkeit anzuregen.

00:02:43: Nach seine Bewusstseins erweiterten Zufallserfahrung musste Hofmann der Sache auf den Grund gehen.

00:02:49: Was hatte es mit dieser Substanz auf sich?

00:02:51: Normalerweise wären als nächstes Tierversuche an der Reihe gewesen, aber wie bitteschön sollten Mäuse oder Hunde in der Lage sein diesen halluzinogenen Zustand zu beschreiben.

00:03:01: Hofmann konnte's ja selbst kaum in Worte fassen!

00:03:04: Also entschloss ich der Chemiker zu einem folgenschweren Schritt – er startete einen Selbstversuch.

00:03:10: Dieser Tag, April, der Neunzehnte, sollte später als Bicycle Day in die Geschichte eingehen.

00:03:20: Am Nachmittag, kurz vor Feierabend, nahm Albert Hofmann etwa zweihundertfünfzig Mikrogramm LSD zu sich.

00:03:27: Er vermutete, dass diese Menge die kleinste Dosis sei – was für ein Irrtum!

00:03:33: Gut vierzig Minuten später überkamen ihn Angstgefühle, Schwindel und Seestörungen.

00:03:38: Er bat seine Assistentin Susi Rammstein, ihn nach Hause zu begleiten.

00:03:43: Sie war über den Selbstversuch informiert und auf alles vorbereitet.

00:03:46: Die beiden stiegen auf ihre Fahrräder und traten den zehnkilometerlangen Heimweg an.

00:03:51: Albert Hofmann machte dabei die seltsamste Erfahrung seines Lebens, wie er später in seinem Protokoll nieder schrieb.

00:03:59: Alles in meinem Gesichtswelt schwankte und war verzerrt wie im gekrümmten Spiegel.

00:04:05: Auch hatte ich das Gefühl mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen.

00:04:08: In dessen sagte mir später meine Assistentin wir sein sehr schnell gefahren.

00:04:14: Zu Hause angelangt wurden Schwindel und Ohnmachtsgefühl zeitweise so stark, dass ich mich nicht mehr aufrecht halten konnte.

00:04:21: Und ich mich auf ein Sofa liegen musste!

00:04:23: Meine Umgebung hatte sich nun in beängstigender Weise verwandelt.

00:04:27: Die vertrauten Gegenstände nahmen groteske meist bedrohliche Formen an.

00:04:32: Sie waren in dauernder Bewegungen wie belebt Wie von innerer Unruhe erfüllt.

00:04:38: Erst als die Wirkung nachließ, konnte Hofmann diesem Rausch auch etwas abgewinnen.

00:04:43: Ähnlich wie bei seinem zufälligen Trip vor ein paar Tagen, sah er bunte ausgefallene Formen die sich zu fantastischen Gebilden ordneten und wieder auflösten in einem ständigen Fluss.

00:04:54: Besonders merkwürdig war – wie alle akustische Wahrnehmung etwa das Geräusch einer Türklinke oder eines vorbeifahrenden Autos sich in optische Empfindungen verwandelte.

00:05:04: Jeder laut erzeugte ein informer und farberentsprechendes lebendig wechselndes Bild!

00:05:11: Am nächsten Morgen wachte er nicht etwa mit einem Karte auf, sondern mit erstaunlich klarem Kopf.

00:05:16: Was war passiert?

00:05:19: Ihm war damals nicht so ganz klar dass er auf eines der stärksten Halluzinogene gestoßen war.

00:05:25: Da sind psychoaktive Substanzen die eine enorm veränderte Wahrnehmung der Wirklichkeit hervorrufen können.

00:05:31: Wie sich herausstellte hatte Albert Hofmann keineswegs die geringste Dosis eingenommen Sondern das drei bis fünf fache der wirksamen Menge.

00:05:40: Dr.

00:05:40: Felix Müller leitet den klinischen Forschungsbereich für substanzgestütze Therapie an der Universität Basel.

00:05:46: Was genau macht LSD mit dem Gehirn?

00:05:49: Es gibt im Gehirnt ja verschiedene Neurotransmitter und die haben alle Bindungsstellen im Körper, bei LSD ist es so dass das eben an einen spezifischen Serotonin-Rezeptor bindet also an diese Dockingstelle alle Effekte ausgelöst werden.

00:06:07: Es ist auch ein Stück weit aus der Bildgebung bekannt, dass unter LSD die Verbindung oder die Kommunikation zwischen relativ vielen Regionen erhöht wird aber es ist dann wiederum ein bisschen weniger klar was das im Detail bedeutet.

00:06:23: also das ist etwas was immer noch Work in Progress

00:06:26: ist.".

00:06:28: Mit den Wirkstoffen des Muttercoms hatte die Sandoz AG Hofmanns Arbeitgeber bereits vor Jahren geforscht.

00:06:35: Der Schlauchpilz kann an den Ehren von Getreide wachsen und gilt als enorm giftig.

00:06:40: In früheren Zeiten sorgte das bei der ärmeren Bevölkerung für Probleme, da sie gezwungen war, Brot aus billigem und kaum gereinigten Getreiden zu verzehren.

00:06:49: Hatte sich darin das Mutterkorn ausgebreitet, führte das zur Halluzination oder Krämpfen – in schlimmen Fällen sogar zu Atemlehmungen- und Kreislaufversagen!

00:06:58: Doch trotz der potentiell tödlichen Wirkung hatte das Mutterkkorn auch medizinische Effekte.

00:07:04: In geringen Dosen können einzelne Inhaltsstoffe beim Migräner oder durch Blutungsstörungen helfen.

00:07:10: Hebammen hatten lange Zeit Mutterkornpräparate verwendet, um Geburten einzuleiten und den Blutverlust nach der Entbindung zu verringern.

00:07:19: Die Sanders AG wollte daraus ein verträgliches Medikament entwickeln – so hat er auch Albert Hofmann daran geforscht.

00:07:26: Das Alkaluid Ergotamin, das im Mutterkoren vorkommt und als einer der Hauptwirkstoffe gilt war der Ausgangspunkt.

00:07:33: Der Chemiker synthetisierte daraus LSD und stieß auf die überraschend starke psychoaktive Wirkung.

00:07:40: Die Erfahrungen beim Konsum können sehr unterschiedlich sein, doch laut Dr.

00:07:44: Felix Müller gibt es auch immer gemeinsame Nenner.

00:07:47: Erstmals ist so das die meisten Menschen, die so etwas einnehmen sagen dass sich in der Psyche sehr viel ändert also dass sowohl des Denken betroffen sind als die Emotionen.

00:07:58: betroffene sind wie Wahrnehmung betroffen dass allgemein alles etwas intensiviert erscheint, also zum Beispiel auf der Ebene der Emotion.

00:08:08: Dass sowohl negative als auch positive Emotionen stärker wahrgenommen werden ist es auch sehr typisch das die Zeitwahrnehmung sich ändert.

00:08:16: Typischerweise ist es dann so, dass die Zeit gedehnt erscheinen Wahrnehmungsveränderungen, das ist ja so ein bisschen das stereotype Klischee mit diesen Halluzinationenmusterfarben und so weiter.

00:08:29: Das ist natürlich auch etwas was relativ häufig auftritt aber das ist denke ich eigentlich eher so einen Beifänomen.

00:08:35: also jetzt was diese therapeutischen Effekte angeht es letztendlich nicht so

00:08:40: wichtig.".

00:08:42: Nach den albtraumhaften Erfahrungen bei seinem Selbstversuch war Hofmann klar dass er eine viel zu hohe Dosis gewählt hatte.

00:08:49: Doch der Chemiker ließ sich nicht abschrecken, denn er war überzeugt einem vielversprechenden Medikament auf der Spur zu sein.

00:08:56: Nicht wie ursprünglich geplant als Kreislaufstimulanz, sondern als Mittel in der psychiatrischen Forschung.

00:09:01: In den letzten Jahren brachte Sandos das Präparat unter dem Namen Delusid auf den Markt.

00:09:09: Es war zum Einsatz in der Psychotherapie vorgesehen – für Alkoholiker

00:09:12: z.B.,

00:09:13: aber auch für Schizophrenie und Traumapazienten!

00:09:17: Das intensive, bewusstseins erweiterte Erlebnis sollte die Probanden angstfreier machen bzw.

00:09:23: vom Alkohol abbringen.

00:09:25: Dabei fand das Psychedelikum schnell ganz andere Interessenten.

00:09:31: Was wenn der Feind eine chemische Waffe aus LSD entwickelt?

00:09:35: Mit gerade mal zehn Kilogramm ließ es sich die komplette Bevölkerung der USA unter Drogen setzen.

00:09:40: Keine angenehme Vorstellung dachte der Geheimdienst CIA und setzte alles daran selbst eine solche Waffe zu entwickeln.

00:09:48: MKALTRA hieß das strengeheime Forschungsprogramm.

00:09:51: Ziel war, Möglichkeiten der Bewusstseinskontrolle zu erproben um dadurch zum Beispiel ein Wahrheitsserum zu entwickeln.

00:09:59: Gesetze und moralische Prinzipien spielten dabei kaum eine Rolle.

00:10:03: In vielen Fällen wussten die Probanden nicht einmal was sie dazu sich genommen hatten.

00:10:07: Man rekrutierte unter anderem Strafgefangene, Drogenabhängige oder Patienten aus psychiatrischen Anstalten.

00:10:14: Hielt sie teilweise wochenlang unter LSD-Einfluss oder verpasste ihnen Elektroschocks und andere Drogen.

00:10:20: Selbst vor Folter schreckten die CIA-Mitarbeiter nicht zurück.

00:10:24: Viele Probanden trugen schwere körperliche und psychische Schäden davon.

00:10:30: In der Mitte des Jahres wurde das Projekt schließlich eingestellt ohne nennenswerte Ergebnisse.

00:10:35: Weder LSD, noch eine andere Droge konnten das gewünschte Wahrheitsserum herstellen oder ein Mittel um das Bewusstsein zu kontrollieren.

00:10:43: Es gab zwar Bestrebungen die erschreckenden Ausmaße des Projektes aufzuklären doch da ein Großteil der Akten vorsorglich vernichtet wurde konnte niemand für die Menschen Experimente zur Rechenschaft gezogen werden.

00:10:58: Ein trauriges Kapitel der US-amerikanischen Geschichte.

00:11:01: Dabei wurde LSD nicht nur für grausige Militärexperimente genutzt.

00:11:06: Für die Gegenkultur der Sechziger war es eine Art Heilsbringer.

00:11:11: Viele Kunstschaffende und Intellektuelle schätzten die bewusstseins erweiterte Wirkung des Halluzinogens, sie nutzten es als Inspirationsquelle für spirituelle Erfahrungen oder schlichtweg als Mittel zur Weltflucht.

00:11:25: So beschrieb der Schriftsteller Ernst Jünger seinen Trip als Adlerflug.

00:11:29: Für den Beatle George Harrison fühlte sich an also mache er hundert Jahre Erfahrung in zwölf Stunden.

00:11:35: Ken Keasy, Autor von einer Flug übers Kuckucks Nest fuhr mit einem Bus voller Hippies durch die USA und verteilte kostenlose LSD-Tests.

00:11:45: Und dann war da noch Timothy Leary!

00:11:47: Der Psychologe hatte an der renommierten Harvard Universität mit diversen Substanzen experimentiert – und wurde deswegen schließlich gefeuert.

00:11:55: Danach entwickelte er sich zum LSD hohe Priester, zum Drogenguru der Gegenkultur.

00:12:00: Turn on, tune in, drop out.

00:12:02: So sein legendäres Spruch.

00:12:04: Werde aktiv, stimm dich ein und klingt dich aus.

00:12:07: Genau das was die Hippies damals hören wollten!

00:12:10: Und so wurde LSD zum Problemfall.

00:12:14: Albert Hofmanns eigentliches Ziel aus einer Erfindung einen Medikament zu entwickeln geriet mehr und mehr in Vergessenheit.

00:12:21: sehr zu seinem Leitwesen Der Chemiker waren Punkte Spiritualität durchaus aufgeschlossen.

00:12:27: Mystische Erfahrungen und rationale Wissenschaft standen für ihn keineswegs im Widerspruch.

00:12:33: Wer Naturwissenschaft und die Wunder der Schöpfung studiert hat, und dabei nicht zu einem Müsstiger wird – der ist kein Naturwissenschaftler.

00:12:41: Sagt er kurz vor seinem Tod in einem Interview mit dem Magazin Wired?

00:12:45: Allerdings fordert er einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Halluzino-Gen!

00:12:50: Er dachte dabei an Fachleute aus der Medizin, der Philosophie oder der Kunst Angelehrte, die sich in einem professionellen Rahmen auf einen LSD-Trip einließen.

00:13:00: Hedonistischen Massenkonsum ohne Sinn und Verstand hielt er dagegen für gefährlich.

00:13:07: Gefährlich!

00:13:08: Das dachte sich auch die Regierung.

00:13:10: In den Sechzigern hinterfragten immer mehr Menschen das bestehende System Träumten vom Ausstieg aus der Leistungsgesellschaft.

00:13:18: LSD zeigte ihnen eine andere Welt – dass Ali Politik zunehmend kritisch.

00:13:23: Davon abgesehen birgt der Konsum natürlich auch gesundheitliche Risiken.

00:13:27: LSD ist zwar vergleichsweise ungiftig und führt zu keiner körperlichen Abhängigkeit, kann aber auch negative Folgen haben.

00:13:34: Nicht jeder Trip ist angenehm – da positive wie auch negative Emotionen verstärkt werden.

00:13:40: Außerdem kann die veränderte Wahrnehmung wie ein anderes Raumzeitgefühl zu Unfällen führen.

00:13:46: Plötzlich auftretende Flashbacks sind auch möglich genau wie dauerhafte Wahrneemungsstörungen.

00:13:51: Solche Fälle sind zwar selten, sollten aber als Warnung dienen!

00:14:00: Und damit kam auch die Forschung zum Erliegen.

00:14:08: Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert.

00:14:11: Dr.

00:14:11: Felix Müller von der Universität Basel beschäftigt sich mit Therapiemöglichkeiten, die Psychedelika wie LSD bieten.

00:14:19: So wie das immer in der Forschung beschrieben wurde scheint es ja so zu sein dass man so eine Substanz wenige Male verabreichen kann ein zwei drei Mal und dass man damit dann sehr langenhaltende positive Effekte auslösen kann, also zum Beispiel bei Depression.

00:14:35: Und das ist etwas wenn man jetzt die Psychiatrie nimmt was für ein Medikament ziemlich einzigartig ist.

00:14:42: Also das normale ist ja zB Wenn man Medikamente gegen Depression nimmt, dass man es jeden Tag einnehmen muss.

00:14:49: Das ist bei diesem Ansatz ganz anders.

00:14:52: Diese Forschung mit Psychedelika allgemein, das ist jetzt ja nicht nur LSD sondern auch dieser verwandte Wirkstoff Psylozipine.

00:14:58: Das war in den letzten fünfzehn Jahren hat sich da sehr viel getan Und es gibt jetzt mittlerweile relativ viele Studien und das sieht schon so aus, als ob da etwas dran wäre also bis diese Effekte geben würde.

00:15:09: Es ist jetzt ein bisschen schwieriger zu sagen wie lange die anhalten aber das scheint auf jeden Fall etwas zu sein was Wochen oder Monate anhält.

00:15:17: Es gibt auch ein paar Studien die sagen dass das eventuell einige Jahre auch anhalten kann oder eventuell noch länger.

00:15:25: In den Studien ist nicht immer vorhersehbar wie die Behandlung läuft.

00:15:28: Manche Patienten springen sehr gut darauf an, andere weniger.

00:15:32: Wichtig ist, dass die Probanden psychotherapeutisch darauf vorbereitet werden und auch während- und nach der Behandlung entsprechende Fachkräfte zur Seite gestellt bekommen.

00:15:41: Psychedelika assistierte Psychotherapie nennt sich das Ganze.

00:15:46: Wird LSD also doch noch den medizinischen Nutzen erfüllen für den es ursprünglich entwickelt wurde?

00:15:53: Dr.

00:15:53: Felix Müller ist optimistisch mahnt aber zu Vorsicht!

00:15:56: Es gab jetzt ja schon auch einen ziemlichen Hype um all das in den letzten Jahren.

00:16:00: und manchmal liest man so, in der Zeitung oder anderen Medienbeiträge hat man so das Gefühl dass es jetzt so ein Wundermittel ist.

00:16:09: Dass allen hilft und bei allen Erkrankungen hilft und das ist sicher nicht so.

00:16:14: also ich denke es ist so wie bei anderen Behandlungen auch beim Teil der Menschen nutzt bei einem anderen nicht.

00:16:22: Und dass es natürlich auch Risiken und Nebenwirkungen gibt, also das ist jetzt eine Behandlung, die ich gar nicht sagen würde – für alle Menschen geeignet, sondern es ist halt für Menschen geeigene, die bestimmte Kriterien

00:16:36: erfüllen.".

00:16:38: Albert Hofmann hatte sich bis an sein Lebensende dafür eingesetzt, dass LSD weiter erforscht wird.

00:16:43: Immerhin erlebte er noch wie Anfang der Nullerjahre neue LSD-Studien genehmigt wurden.

00:16:48: Mein Wunsch ist wahr geworden, kommentierte er damals.

00:17:02: Man kann LSD nicht so einfach als Wunderheilmittel lobreisen – eine Teufelsdroge ist es aber auch nicht!

00:17:08: Fest steht das zufällig entdeckte Psychedelikum kommt mit einer Menge Geschichte daher und die scheint noch längst nicht auserzählt.

00:17:19: Zufall, wenn ein Moment

00:17:21: alles verändert.

00:17:22: Recherchiert und produziert von Carsten Richter erzählt von Peggy Schmidt & Timon Kammerer Ein Original-Podcast von RegioCast Deutsches Radio Unternehmen.

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